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Die `!Springhasen`! (`*Pedetes`*) sind eine `F33f`_`[Säugetiergattung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Säugetier]`_`f und zugleich die einzige Gattung in der `F33f`_`[Familie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Familie_(Biologie)]`_`f Pedetidae. Sie kommen in zwei Arten im südlichen und östlichen Afrika vor.

>>Contents

• `F0af`_`[Merkmale`#merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Verbreitung`#verbreitung]`_`f
• `F0af`_`[Lebensweise`#lebensweise]`_`f
• `F0af`_`[Systematik`#systematik]`_`f
• `F0af`_`[Fossilgeschichte`#fossilgeschichte]`_`f
• `F0af`_`[Belege`#belege]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f

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>>Merkmale

Die Springhasen sind vergleichsweise große Nagetiere mit Körpergrößen um 40 Zentimeter bei einem Gewicht von etwa 2,8 Kilogramm. Sie haben lange Hinterbeine mit langen Füßen von etwa 15 Zentimetern Länge, während die Vorderbeine nur sehr kurz sind. Der Schwanz erreicht eine `F33f`_`[Länge`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwanzlänge]`_`f von über 40 Zentimetern. Die Augen und die Ohren sind sehr groß.`:cite-ref-butynski-2013-1-0[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]`:cite-ref-butynski-2013b-2-0[`F5bf`_`[2`#cite-note-butynski-2013b-2]`_`f]

Der Schädel ist kräftig und dorsal abgeflacht mit langen `F33f`_`[Nasenbeinen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nasenbein]`_`f. Beide Arten der Gattung besitzen im Oberkiefer pro Hälfte einen zu einem `F33f`_`[Nagezahn`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nagezahn]`_`f ausgebildeten `F33f`_`[Schneidezahn`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schneidezahn]`_`f (Incisivus), dem eine Zahnlücke (`F33f`_`[Diastema`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diastema_(Zoologie)]`_`f) folgt. Hierauf folgen ein `F33f`_`[Prämolar`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Prämolar]`_`f und drei `F33f`_`[Molare`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Molar_(Zahn)]`_`f. Die Zähne im Unterkiefer entsprechen denen im Oberkiefer. Insgesamt verfügen die Tiere damit über ein Gebiss aus 20 Zähnen.`:cite-ref-butynski-2013-1-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]

>>Verbreitung

Die beiden Arten der Springhasen sind im Süden und Osten Afrikas verbreitet, wobei sich die Verbreitungsgebiete nicht überlappen.`:cite-ref-butynski-2013-1-2[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]`:cite-ref-butynski-2013b-2-1[`F5bf`_`[2`#cite-note-butynski-2013b-2]`_`f] Während der `F33f`_`[Südafrikanische Springhase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Südafrikanischer_Springhase]`_`f in den Trockengebieten des südlichen Afrika vom südlichen `F33f`_`[Kongo`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Demokratische_Republik_Kongo]`_`f über `F33f`_`[Angola`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Angola]`_`f, `F33f`_`[Sambia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sambia]`_`f, `F33f`_`[Namibia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Namibia]`_`f, `F33f`_`[Botswana`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Botswana]`_`f, `F33f`_`[Mosambik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mosambik]`_`f und `F33f`_`[Simbabwe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Simbabwe]`_`f bis in den Süden von `F33f`_`[Südafrika`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Südafrika]`_`f vorkommt, ist der `F33f`_`[Ostafrikanische Springhase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ostafrikanischer_Springhase]`_`f in seinem Verbreitungsgebiet auf den Süden `F33f`_`[Kenias`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kenia]`_`f und `F33f`_`[Tansania`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tansania]`_`f beschränkt.

>>Lebensweise

Die Springhasen leben als schnelle Läufer und Springer ähnlich den `F33f`_`[Springmäusen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Springmäuse]`_`f (Dipodidae) in trockenen und offenen Steppen- und Halbwüstengebieten ohne oder mit nur geringem Baumbestand. Sie sind nachtaktiv und halten sich ausschließlich am Boden auf und ernähren sich `F33f`_`[herbivor`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Herbivorie]`_`f vor allem von Gräsern und Gräsersamen. Tagsüber halten sie sich in selbst gegrabenen Bauen auf.

>>Systematik

Die Springhasen sind eine Gattung der `F33f`_`[Nagetiere`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nagetiere]`_`f (Rodentia) und zugleich die einzigen `F33f`_`[rezenten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rezent]`_`f Vertreter der Familie Pedetidae. Die wissenschaftliche `F33f`_`[Erstbeschreibung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erstbeschreibung]`_`f der Gattung stammt von `F33f`_`[Johann Karl Wilhelm Illiger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Johann_Karl_Wilhelm_Illiger]`_`f aus dem Jahr 1811,`:cite-ref-wilson-reeder-2005-3-0[`F5bf`_`[3`#cite-note-wilson-reeder-2005-3]`_`f]`:cite-ref-butynski-2013b-2-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-butynski-2013b-2]`_`f] die Zuordnung zu der eigenen Familie und deren Erstbeschreibung erfolgte durch `F33f`_`[John Edward Gray`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=John_Edward_Gray]`_`f 1825.`:cite-ref-wilson-reeder-2005-3-1[`F5bf`_`[3`#cite-note-wilson-reeder-2005-3]`_`f]`:cite-ref-butynski-2013-1-3[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]`:cite-ref-butynski-2013b-2-3[`F5bf`_`[2`#cite-note-butynski-2013b-2]`_`f] Gemeinsam mit den morphologisch deutlich verschiedenen `F33f`_`[Dornschwanzhörnchen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dornschwanzhörnchen]`_`f werden sie den `F33f`_`[Dornschwanzhörnchenverwandten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dornschwanzhörnchenverwandte]`_`f zugeordnet, obwohl die taxonomische Zuordnung aufgrund der Merkmale strittig ist. Die Springhasen weisen sowohl Merkmale der `F33f`_`[Stachelschweinverwandten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stachelschweinverwandte]`_`f (hystricognath) wie auch der `F33f`_`[Hörnchenverwandten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hörnchenverwandte]`_`f (sciurognath) auf und es gab Überlegungen, die Springhasen als frühe eigene Überfamilie Pedetoidea zu betrachten. Molekulare Daten und Merkmale der `F33f`_`[Embryonalentwicklung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ontogenie]`_`f legen allerdings eine Zuordnung innerhalb der Hörnchenverwandten nahe, die hystricognathen Merkmale werden dabei als `F33f`_`[konvergente`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Analogie_(Biologie)]`_`f Entwicklungen betrachtet.`:cite-ref-butynski-2013-1-4[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]

Der Gattung werden zwei heute lebende Arten zugeordnet:`:cite-ref-wilson-reeder-2005-3-2[`F5bf`_`[3`#cite-note-wilson-reeder-2005-3]`_`f]`:cite-ref-butynski-2013b-2-4[`F5bf`_`[2`#cite-note-butynski-2013b-2]`_`f]

• `F33f`_`[Südafrikanischer Springhase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Südafrikanischer_Springhase]`_`f (`*Pedetes capensis`*)
• `F33f`_`[Ostafrikanischer Springhase`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ostafrikanischer_Springhase]`_`f (`*Pedetes surdaster`*)

Lange Zeit wurden alle Tiere aufgrund der geringen morphologischen Variation nur einer Art, `*Pedetes capensis`*, zugeordnet. Auf der Basis molekularbiologischer Daten und einiger Schädelmerkmale sowie physiologischer Unterschiede wurden die ostafrikanischen Bestände dann jedoch einer eigenen Art `*Pedetes surdaster`* zugeordnet.`:cite-ref-butynski-2013b-2-5[`F5bf`_`[2`#cite-note-butynski-2013b-2]`_`f]

>>Fossilgeschichte

Die ältesten Funde von Nagetieren, die den Springhasen zugeordnet werden, stammen aus dem frühen `F33f`_`[Miozän`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Miozän]`_`f vor etwa 20 Millionen Jahren. Es handelt sich dabei um `*Megapedetes pentadactylus`* aus Kenia sowie `*Pedetes namaquensis`* aus Namibia. Die beiden Gattungen unterscheiden sich vor allem in der Größe, wobei `*Megapedetes`* größer aber in seinen Merkmalen `*Pedetes`* sehr ähnlich ist. Weitere nur fossil nachgewiesene Arten sind `*Pedetes gracilis`* und `*Pedetes hagenstadi`*, beide aus Südafrika. Die ältesten Fossilien des rezenten Südafrikanischen Springhasen stammen aus dem `F33f`_`[Pleistozän`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pleistozän]`_`f aus Simbabwe.`:cite-ref-butynski-2013-1-5[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]

Die Herkunft und die Stammesgeschichte der Springhasen vor dem Miozän ist nicht bekannt, man geht jedoch von einem Ursprung der Pedetidae im frühen `F33f`_`[Tertiär`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tertiär]`_`f in Asien oder in Afrika aus.`:cite-ref-butynski-2013-1-6[`F5bf`_`[1`#cite-note-butynski-2013-1]`_`f]

>>Belege

`:cite-note-butynski-2013-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-butynski-2013-1-0]`_`f Thomas M. Butynski: `*Family Pedetidae, Springhares.`* In: Jonathan Kingdon, David Happold, Michael Hoffmann, Thomas Butynski, Meredith Happold, Jan Kalina (Hrsg.): `*Mammals of Africa.`* Band 3: `*Rodents, Hares and Rabbits.`* Bloomsbury, London 2013, ISBN 978-1-4081-2253-2, S. 618.
`:cite-note-butynski-2013b-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-butynski-2013b-2-0]`_`f Thomas M. Butynski: `*Genus Pedetes, Springhares.`* In: Jonathan Kingdon, David Happold, Michael Hoffmann, Thomas Butynski, Meredith Happold, Jan Kalina (Hrsg.): `*Mammals of Africa.`* Band 3: `*Rodents, Hares and Rabbits.`* Bloomsbury, London 2013, ISBN 978-1-4081-2253-2, S. 618–619.
`:cite-note-wilson-reeder-2005-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-wilson-reeder-2005-3-0]`_`f `*Pedetidae (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f des Originals vom 17. Dezember 2015 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*) `!Info:`! Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vertebrates.si.edu.`* In: `F33f`_`[Don E. Wilson`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Don_E._Wilson]`_`f, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): `*Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference.`* 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

>>Literatur

• Ronald M. Nowak: `*Walker's Mammals of the World.`* 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
• `F33f`_`[Thomas M. Butynski`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Thomas_M._Butynski]`_`f: `*Family Pedetidae, Springhares.`* und `*Genus Pedetes, Springhares.`* In: `F33f`_`[Jonathan Kingdon`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Jonathan_Kingdon]`_`f, `F33f`_`[David Happold`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=David_Happold]`_`f, Michael Hoffmann, Thomas Butynski, Meredith Happold, Jan Kalina (Hrsg.): `*Mammals of Africa.`* Band 3: `*Rodents, Hares and Rabbits.`* Bloomsbury, London 2013, ISBN 978-1-4081-2253-2, S. 618 ff.

>>Weblinks

• `*Pedetes`* in der Roten Liste gefährdeter Arten der `F33f`_`[IUCN`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=IUCN]`_`f 2015. Abgerufen am 27. November 2015.

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